Gersthofer SV : SV Gerasdorf Stammersdorf 0:1


In der 20. Runde der Wiener Liga kam es zum Duell zwischen dem Gersthofer SV und SV Gerasdorf Stammersdorf. In einem hart umkämpften Spiel, gehen die Gäste, durch ihre Effektivität, als Sieger hervor. Sie nutzen ihre einzige hochkarätige Chance im Spiel und gehen in der ersten Halbzeit mit 0:1 in Führung. Gersthof ist über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft, schafft es aber nicht aus ihrer Überlegenheit Kapital zu schlagen und bleibt am Sonntagvormittag torlos.

 

Gersthof besser – Gerasdorf aber mit der Führung

Knapp 100 Zuschauer sahen eine tapfere und leidenschaftliche Leistung der Hausherren. Mit mehr Spielanteilen und einigen guten Chancen drängte man die Gäste tief in die eigene Hälfte, besonders gefährlich war man bei den Standardsituationen, der Ball wollte aber einfach nicht über die Linie. So begann das Spiel mit flottem Kombinationsspiel der Platzherren, die sich vom Start weg immer wieder ihren Weg zum Tor erarbeiteten. Der starke Jakov Josic dirigierte das Mittelfeld und glänzte immer wieder mit gefährlichen Standards. Das Glück lag aber, nach knapp einer viertel Stunde, auf der Seite der Gäste, die einen spielentscheidenden Angriff starteten. Über Außen setzt Ilyas Isildar sich gegen gefühlt vier Spieler durch, lässt diese gekonnt stehen und flankt scharf in den Strafraum. Dominic Gänsdorfer stand goldrichtig und drückte das Leder per Kopf unhaltbar über die Linie zur 0:1 Führung (15.). Für die Prochaska-Elf aber kein Grund ihr Offensivspiel einzustellen, jetzt drängten sie umso mehr auf den Ausgleichstreffer. Gerasdorf konzentrierte sich nur noch auf die Defensive, stand hinten sehr kompakt und machte die Räume eng. Immer wieder scheiterten die Hausherren am Abwehrbollwerk der Gäste und so ging man mit einem knappen Rückstand vorerst in die Halbzeitpause.

Gersthof bemüht aber ohne Fortune

Der zweite Spielabschnitt ähnelte der Belagerung der Römer vor dem aufmüpfigen gallischen Dorf. Wie beim Handball besetzten die Hausherren die Positionen vor dem gegnerischen Strafraum. Ein Treffer sollte eigentlich nur eine Frage der Zeit sein. Die Gerasdorf-Defensive kämpfte aber aufopferungsvoll und mit einer Entschlossenheit um jeden Ball, dass man den anstürmenden Gegner immer wieder vom Tor fern halten konnte. Gegenangriffe waren Mangelware. Das einzige, so schien es, war das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Trainer Wolfgang Prochaska legte nochmal alles in die Waagschale, wechselte frische Spieler ein, die für Belebung sorgten und stellte sogar das System um, um noch Offensiver zu agieren. Wie schon in der ersten Spielhälfte wollte der Ball aber nicht rein und man hatte in manchen Situationen Pech oder scheiterte am starken Tormann Florian Gärtner. So musste man sich am Ende einem leidenschaftlich kämpfenden Gegner geschlagen geben, der auswärts das nötigste tat um als Sieger vom Platz zu gehen.

Wolfgang Prochaska (Trainer KM Gersthofer SV): „Wir haben 85 Minuten das Spiel diktiert, haben es aber nicht geschafft ein Tor zu erzielen. Die Gerasdorfer waren in dem Sinne effektiver, machen in einer Situation alles richtig. Trotzdem bin ich zufrieden mit der Leistung meiner Truppe, sie haben alles gegeben um das Spiel noch zu drehen.

Gerhard Breiteneder (Co-Trainer KM SV Gerasdorf): „Gersthof hat uns nach dem Tor tief in die eigene Hälfte gedrängt. Wir haben aber gut in der Defensive agiert und standen sehr kompakt, was es dem Gegner schwer machte ein Tor zu erzielen. Kämpferisch und charakterlich muss man der Mannschaft ein Lob aussprechen.