Trotz langer Führung: Gerasdorf Stammersdorf kassiert späten Ausgleich gegen Simmering


In einem Spiel mit wenigen Highlights trennten sich der 1. Simmeringer SC und Gerasdorf Stammersdorf in der Wiener Stadtliga am Ende mit 1:1. Dabei brachten sich die Gerasdorfer letztlich selber um die Mühen, als Mario Merkl in Minute 67 nach einer Kritik am Schiedsrichter die Gelb-Rote Karte sah. Simmering nutzte dies und glich elf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit noch zum 1:1 aus. Obwohl Gerasdorf mehr von der Partie hatte, stand am Ende nur ein Punkt zur Buche. Simmering hält dank der guten kämpferischen Vorstellung nun bei 15 Punkten. Gerasdorf kommt auf insgesamt 22 Zähler. Das Besondere dabei. Als einziges Team der Liga ist die Mannschaft von Werner Hasenberger mit nun fünf Siegen und sieben Unentschieden auch nach zwölf Spieltagen noch ungeschlagen.



Der erste Durchgang verlief am heutigen Tage ohne größere Highlights. Die Partie bewegte sich auf mäßigem Niveau und außer ein paar Halbchancen gab es wenig Zählbares. Die favorisierten Gerasdorf waren zwar etwas besser, doch beide Teams konnten vor allem in der Offensive kaum Akzente setzen. Der 0:0-Pausenstand war die logische Folge. „Mit dieser ersten Halbzeit kann man natürlich nicht zufrieden sein. Wir sind danach aber besser ins Spiel gekommen und hätten die Partie meiner Meinung dann auch gewinnen müssen. Simmering hat unsere Fehler am Ende aber ausgenutzt und noch das Tor gemacht. Das muss man dann eben so hinnehmen“, so Hasenberger nach dem Match.

Später Ausgleich

 

Tatsächlich agierte Gerasdorf nach Wiederanpfiff zielstrebiger und kam immer besser in die Partie. Dies wurde bereits in der 57. Minute belohnt, als Dominic Gänsdorfer zum 1:0 für die Gäste einnetzen konnte. Das Spiel schien sich nun immer mehr in die Richtung von Gerasdorf Stammersdorf zu drehen, doch dann kam die 67. Minute und Hasenbergers Team wurde auf zehn Feldspieler deziminiert. Merkl war es, der den Schiedsrichter kritisierte und dafür Gelb-Rot sah. Simmering schöpfte nun noch einmal Mut und brauchte nur zwölf Minuten, um auf 1:1 zu stellen. Ozan Erkoc war es, der sich dabei in Minute 79 in die Torschützenliste eintragen konnte. Beide Teams versuchten in der Schlussphase nochmal alles, doch es blieb letztlich beim nicht unverdienten Unentschieden. Hasenberger resümierte: „Wir hatten heute mehr von der Partie. Nach dem 1:0 dachte ich, dass wir gewinnen werden. Es ist aber dann nicht so gekommen. Wir sind diese Saison noch ungeschlagen, darauf kann man glaube ich stolz sein.“