Rückblick auf die Herbstsaison KM

Trainer Werner Hasenberger im Gespräch mit Gerhard Waniek

 

 

Hallo Werner, wie zufrieden bist du mit der abgelaufenen Herbstsaison?

 

Zuallererst nach Zahlen und Statistiken muss ich natürlich zufrieden sein. Wir haben uns im Sommer ein Ziel von 20-23 Punkten für den Herbstdurchgang gesetzt, jetzt stehen wir bei 26 Punkten. Aktuell sind wir am 5. Tabellenplatz, nur einen Punkt hinter Platz 2. Wir können also sagen wir haben unser Ziel mehr als erreicht. Parallel zu reinen Zahlen ist und wird es immer Ziel sein, unser Spiel ständig weiter zu entwickeln und ich denke, da sind wir auf einem guten Weg. Nicht zu vergessen der respektvolle Umgang untereinander, egal ob Spieler, Trainer, Betreuer, Vorstand ist für mich ein zentrales und wichtiges Thema, weil ich überzeugt bin, dass man nur in einer guten Atmosphäre auch Leistung bringen kann. Und auch in diesem Punkt bin ich mehr als zufrieden. Einziger Wehrmutstropfen im Herbstdurchgang war das Ausscheiden im Toto Cup.

 

Jetzt steht im gesamten Herbstdurchgang nur eine Niederlage zu Buche, dafür aber acht Unentschieden. Wie würdest du das bewerten?

 

In 15 Meisterschaftsspielen nur einmal zu verlieren ist, glaube ich, eine außergewöhnliche Leistung und gelingt nicht vielen Mannschaften. Auf der anderen Seite sind acht Unentschieden dann schon viel und das eine oder andere hat sich fast wie eine Niederlage angefühlt, das muss ich schon zugeben. Mir wäre lieber gewesen, vielleicht einmal mehr zu verlieren, dafür aber das eine oder andere Spiel zu gewinnen. Aber Fußball ist halt kein Wunschkonzert und wir müssen diese acht Unentschieden dann auch akzeptieren.

 

Wie siehst du die Entwicklung speziell junger Spieler?

 

Zum einen möchte ich Jung und Alt nicht trennen. Vielmehr ist für mich entscheidend sich verbessern zu wollen und das passiert bei nahezu allen Spielern. Es ist für mich  bemerkenswert, mit welcher Intensität und mit welchem Engagement bei uns die Trainingseinheiten ablaufen und das überträgt sich dann auch auf den Wettkampf.

Speziell zu jungen Spielern ist aber zu sagen, dass ein sehr hoher Prozentsatz an Eigenbauspielern bei uns im Kader und auch in jeder Startformation ist. Das heißt, viele Spieler sind vom eigenen Nachwuchs über die U23 zu Stammspielern in der Kampfmannschaft geworden. Das ist und wird auch der Weg für die Zukunft sein. Ich hoffe dass es einige Nachwuchsspieler einen Ebinger, Gärtner, Sailer, Isildar, Gänsdorfer D., Gänsdorfer P., Wallner, Jöch, Mistelbauer, Plank, Grill, Liener usw. nachmachen.

 

Jetzt haben wir über Eigenbauspieler gesprochen, wie bewertest du den Rest des Kaders?

 

Das sind natürlich sehr wichtige und entscheidende Spieler, denn zum einen ist es zwar das Ziel einen hohen Anteil an Eigenbauspielern zu haben, aber man muss schon in Betracht ziehen, dass wir in der höchsten Amateurliga spielen und das in den letzten Jahren sehr erfolgreich. Da ist es, denke ich, mehr als logisch, dass man dazu auch sogenannte auswärtige Spieler mit Qualität benötigt. Über Spieler wie Siegl oder Merkl, die noch nicht so lange bei uns sind brauchen wir, glaube ich, nicht diskutieren. Sie sind charakterlich Top, haben sehr gute Qualität und passen zu 100% zu uns. Lipphart, Sramek, Nemecek und Tekinsoy sind zwar Spieler von anderen Vereinen, aber schon sehr lange bei uns und haben natürlich auch einen großen Anteil am Erfolg und vor allem stimmen die Charaktereigenschaften. Wichtig ist, dass wir als Team harmonieren und das gelingt uns glaube ich, recht gut.

 

Wird es im Winter Veränderungen geben?

 

Mein Wunsch ist es mit dem gleichen Kader in die Rückrunde zu starten. Ich hoffe das wird uns auch gelingen. Sollten wir aber reagieren müssen,  passiert das nur in Absprache mit dem Vorstand und der sportlichen Leitung. Diese, oder der Spieler müsste dann zumindest 3 Kriterien (Qualität, Charakter, finanziell leistbar) erfüllen bevor wir sie (ihn) verpflichten.

 

Zum Abschluss noch ein kleiner Ausblick in die Zukunft……..

 

Zuerst möchte ich mich bei allen Verantwortlichen, allen voran bei meinem Trainerteam, beim Betreuerteam, bei den Spielern und beim Vorstand für die tolle Zusammenarbeit in der abgelaufenen Saison bedanken.

Natürlich wollen wir im nächsten halben Jahr versuchen dieses Level zu halten. Mir ist bewusst, dass dies ganz schwierig wird, aber ich kann allen versprechen, dass wir unser bestmöglichstes tun werden.

Jetzt ist es aber wichtig auch einmal auszuspannen, den Akku wieder aufzuladen und in diesem Sinne möchte ich allen Verantwortlichen und Freunden des SV Gerasdorf / Stammersdorf schon jetzt schöne Feiertage und vor allem Gesundheit wünschen.

 

Vielen Danke für das Gespräch!